Rund 220 Gäste füllten am 15. Januar die Aula der St. Matthias-Schule – ein beeindruckender Zuspruch für die Lesung des bekannten Erziehungsautors Jan‑Uwe Rogge. Die Stimmung war von Beginn an gespannt und erwartungsvoll, und Rogge enttäuschte sein Publikum keine Sekunde: Mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Humor, Tiefgang und feiner Beobachtungsgabe zog er Eltern, Lehrkräfte und Interessierte sofort in seinen Bann.
Dass das Thema Pubertät nicht nur herausfordernd, sondern bisweilen auch urkomisch sein kann, zeigte sich schnell. Immer wieder hallte lautes Lachen durch die Aula – manche Anekdote war so treffend, dass Tränen der Heiterkeit flossen. Doch Rogge blieb nicht nur im Humor: Zwischen den amüsanten Momenten schuf er immer wieder Raum für ernste, berührende Gedanken über Familienleben, Nähe und Loslassen.
Wer allerdings auf den einen ultimativen Erziehungstipp gehofft hatte, ging an diesem Abend leer aus – und das ganz bewusst. Rogge machte klar, dass es in der Pubertät keine Patentrezepte gebe. Stattdessen warb er eindringlich für „authentische Eltern“, die Fehler zulassen, Haltung zeigen und im Alltag einfach echt bleiben. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er seine zentrale Botschaft um einen charmanten Zusatz: „Ein bisschen Anarchie muss sein.“
Viele Besucher*innen nutzten bei einem Glas Wein die Gelegenheit zum Austausch, stellten Fragen oder teilten eigene Erfahrungen miteinander – ein lebendiger Dialog, der den Abend abrundete.
Die Veranstaltung wurde vom Förderkreis der St. Matthias-Schule finanziert, dem an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gilt.

