Wie sicher bewegen sich Kinder und Jugendliche im Internet – und welche rechtlichen Konsequenzen können Fehlverhalten im digitalen Raum nach sich ziehen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Elternabend am 16. April an unserer Schule mit Rechtsanwältin Gesa von Schwerin, Gründerin des Präventionsprojekts Law4School, die digital zugeschaltet war.
In ihrem informativen und praxisnahen Vortrag machte von Schwerin deutlich, dass soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Online-Spiele zwar selbstverständlich zum Alltag junger Menschen gehören, zugleich aber erhebliche Risiken bergen. Anschaulich erklärte sie typische Gefahren wie Cybermobbing, Verletzungen des Persönlichkeitsrechts, die unbedachte Weitergabe von Bildern oder strafbare Inhalte – und zeigte auf, dass viele Jugendliche sich der juristischen Tragweite ihres Handelns nicht bewusst sind.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage der rechtlichen Verantwortung: Ab welchem Alter haften Kinder und Jugendliche für ihr Verhalten im Netz? Welche Konsequenzen können Beleidigungen, Drohungen oder das Weiterleiten von Fotos haben? Und welche Rolle spielen Eltern, wenn es um Aufsichtspflicht und Prävention geht?
Frau von Schwerin appellierte eindringlich an die Eltern, das Thema Internet nicht nur zu kontrollieren, sondern vor allem im Gespräch zu bleiben. Interesse, klare Regeln und Vertrauen seien entscheidende Faktoren, um Kinder und Jugendliche zu begleiten und zu schützen.
Der Elternabend machte deutlich: Medienkompetenz ist nicht nur eine technische, sondern auch eine rechtliche und pädagogische Herausforderung. Die zahlreichen Nachfragen im Anschluss zeigten, wie groß der Informationsbedarf ist – und wie wichtig Aufklärung und Präventionsarbeit wie die von Law4School sind.

