Wenn der Bremsweg plötzlich real wird

In Aktion, Orientierungsstufe, Verkehrserziehung by Charlotte Lübken

Verkehrserziehung "Achtung Auto" mit dem ADAC in den 5. Klassen

Ein quietschender Reifen, ein Ruck nach vorn – und plötzlich ist klar, wie viele Meter ein Auto tatsächlich braucht, bis es steht. Genau dieses Aha-Erlebnis stand im Mittelpunkt des Präsenztrainings „Achtung Auto", das die ADAC Stiftung kürzlich für unsere 5. Klassen bei uns vor Ort durchgeführt hat.

Statt trockener Theorie gab es Verkehrssicherheit zum Anfassen: Die Kinder durften selbst in einem Fahrzeug mitfahren und eine Vollbremsung hautnah miterleben. Was auf dem Papier abstrakt bleibt, wurde so plötzlich spürbar – der Ruck, das Gewicht des eigenen Körpers, das nach vorn drängt, die Sekunden, die es braucht, bis der Wagen wirklich steht. Für viele Fünftklässlerinnen und Fünftklässler war das ein echter Weckruf.

Der Hintergrund: Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule sind unsere Kinder zunehmend eigenständig unterwegs, der Schulweg wird länger, die Wege vielfältiger. Umso wichtiger ist es, dass sie ein echtes Gespür dafür entwickeln, was ein Auto im Ernstfall leisten kann – und was eben nicht. Neben der Vollbremsung ging es im Training auch darum, Geschwindigkeiten realistisch einzuschätzen und zu verstehen, warum ein Anhalteweg aus Reaktionsweg und Bremsweg besteht.

Die Rückmeldungen der Kinder waren durchweg begeistert: Ein Vormittag, an dem Verkehrssicherheit nicht erklärt, sondern erlebt wurde – und der sicher nachwirkt, wenn sie das nächste Mal selbst im Straßenverkehr unterwegs sind.

  23.09.2026    Simone Meinen   KI generiert