Studienfahrt nach Mallnitz

In Fahrt, MSS von Lisa Strohe

Sportliches Angebot in Österreich

Montag: Nach der reibungslosen Fahrt erreichten 19 schläfrige Schüler montags in der Frühe das Jugendhotel in Kärnten. Der Lautstärkepegel im Bus glich mehr einem Seniorenausflug, mit Ausnahme von ein paar Spielkindern, die Herr Sorge mit Nintendospielen die Nase lang machten. Der erste Ausflug am Montag führte Frau Falk, Herr Sorge und ihre Schützlinge in das Restaurant mit der schlechtesten Rezension im Internet. Zum Essen schreibe ich wohl besser nichts weiter. Niemand wusste so wirklich, was anschließend zu tun war, also entschlossen sich die Lehrer zu einer kurzen Wanderung zum angeblich nahegelegenen Spielplatz. Da dieser nie erreicht wurde und aufgrund mehrerer Verletzten jedes Mal eine Pause eingelegt wurde, wenn Kühe in Sicht waren, erkundeten wir blind die Umgebung und ersuchten eine kleine Abkühlung im Fluss.

Dienstag: Auf eine erholsame erste Nacht folgte das Canyoning durch die Wöllaschlucht. Bei dieser Sportart handelt es sich um das Begehen von Schluchten auf verschiedenste Art, beispielsweise durch Abseilen, Klettern, Rutschen, Schwimmen oder Springen. Auch das Tauchen im kalten Gletscherwasser gehört dazu. Für uns ging es durch einen aufregenden Fluss, flussaufwärts mit ein paar ungewollten Tauchgängen und flussabwärts mit viel Aktion. Die Tour hat angefangen mit einem gewagten Sprung ins wilde Wasser, gefolgt von vielen Rutschen über Steinhänge mit anschließendem Tauchgang. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß. Im Gegensatz dazu, dass die Canyoning-Tour zu schnell vorbei ging, zog sich das Volleyballspiel über unzählige Sätze. Grund dafür war der Eifer von Herr Sorge wenigstens ein Mal zu gewinnen. Es kam allerdings nie so weit. Um die Niederlage zu verarbeiten ließen alle den Abend gemütlich in einer großen Runde ausklingen.

Mittwoch: Wie auch am Vortag war perfektes Wetter nahe der Dolomitenregion. Beste Voraussetzungen für die geplante Mountainbike Tour und das Rafting. Das Mountainbiking führte entlang des Flusses indem gleichzeitig mit der anderen Gruppe das Rafting stattfand. In Booten mit drei bis vier Personen paddelten wir über Stromschnellen, Steine und durch Wellen. Im seichteren Wasser konnten wir uns schnell drehen, aus dem Boot fallen lassen und gegenseitig ärgern. Natürlich kann so eine Fahrt nicht reibungslos verlaufen, zumindest nicht für alle. Ein Boot machte ziemlich früh den Abgang und konnte die gefährlichsten und schnellsten Stellen nicht auf dem Boot genießen, sondern darunter. Die Strömung und die Ungewissheit, wann man auf den nächsten großen Stein zusteuert, machten besonders das Wiederaufsteigen zu einer Herausforderung. Dafür war die Freude danach umso größer, auch dieses Hindernis zusammen gemeistert zu haben. Der Höhepunkt des Tages war nicht der anschließende McDonalds-Besuch, sondern der Sprung von der Brücke in den Fluss. Aus knapp 7 Metern Höhe ließen sich alle, außer einem Verletzten, ins Wasser fallen. Für viele eine Überwindung, aber es sorgte für alle ein einmaligs Erlebnis. Die Tage wurden immer besser.

Donnerstag: Gefährlich ehrlich. Chaos in der Gondel. Am Donnerstag ging es spontan auf den Berg, denn die Aussicht oben (auf Kaiserschmarn) ist ein Muss in den österreichischen Alpen. Die Motivation war groß. Nach einem angenehmen Aufstieg wurden wir herzlich empfangen und konnten aus der Ferne Bären, weiche Murmeltiere und Bergziegen füttern. (Bei diesem Teil der Geschichten ließen wir unseren Gedanken freien Lauf) 😉

Freitag: 14 Stündige Rückfahrt nach Bitburg.

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Eva Turmann, Marina Falk    Marina Falk