DELF AG 2020 2021

In Arbeitsgemeinschaft, Französisch, Standard von Charlotte Lübken


Vergabe der DELF-Zertifikate an der St. Matthias-Schule



Im Rahmen der DELF-AG haben die Schüler*innen fast aller Jahrgangsstufen (normalerweise empfehlen wir eine Teilnahme ab dem zweiten Lernjahr Französisch) die Möglichkeit, ein DELF-Zertifikat (Diplôme d’étude de langue française) zu erwerben. Dieses Sprachenzertifikat wird von der französischen Regierung im Rahmen einer Prüfung vergeben. Das Zertifikat ist international anerkannt und dient zum Nachweis der individuellen Französischkenntnisse und kann bspw. Bewerbungen beigelegt werden oder auch Sprachprüfungen an französischsprachigen Universitäten ersetzen. Je nach Stellenbeschreibung bzw. Universität können unterschiedliche Niveaustufen verlangt bzw. gewünscht werden, i.d.R. handelt es sich jedoch um die im oberen Bereich angesiedelten Niveaustufen. Das DELF-Zertifikat wird für alle Niveaustufen des europäischen Referenzrahmens für Sprachen angeboten:

A1 Anfänger (Kosten: 22 Euro)
A2 grundlegende Kenntnisse (Kosten: 42 Euro)
B1 fortgeschrittene Sprachanwendung (Kosten: 48 Euro)
B2 selbständige Sprachverwendung (Kosten: 60 Euro)
C1 fachkundige Sprachkenntnisse (Kosten: 108)
C2 annähernd muttersprachliche Kenntnisse (Kosten: 129 Euro)

Für nähere Infos zu den verschiedenen Niveaustufen vgl.: https://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.php. Getestet wird bei der Prüfung das Können in den Kompetenzen Schreiben, Lesen, Hören und Sprechen. Die Kosten variieren minimal von Jahr zu Jahr. Grundsätzlich liegen die Kosten der DELF-Zertifikate, die im schulischen Rahmen abgelegt werden, allerdings i.d.R. unter den Kosten, die von privaten Sprachzentren bzw. Volkshochschulen erhoben werden.
Zwei Schüler*innen der Jahrgangsstufe 8, fünf Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9 und eine Schülerin der Jahrgangsstufe 12 nahmen im Schuljahr 2020/2021 dieses freiwillige, zusätzliche Angebot war. An mehreren Nachmittagen – etwa alle zwei Wochen eine Doppelstunde lang – wurden die unterschiedlichen Kompetenzen der drei unterschiedlichen Niveaustufen der Schüler*innen gemeinsam trainiert. Die Atmosphäre der AG-Stunden war ungezwungen, jedoch auch von gewissenhaftem Üben geprägt.
Die Prüfungsvorbereitung wurde leider durch den Corona-Lockdown erschwert. Dennoch wurde weiter geübt mit den Möglichkeiten, die zur Verfügung standen: Versenden von Aufgaben per Email, Versenden von Lösungen zur Selbstkorrektur, Verbesserung der Schreibkompetenz durch Rückmeldung zu Texten, Übung der mündlichen Kompetenz per Telefon, etc. Wir freuen uns nach wie vor sehr darüber, dass keiner der Schüler*innen unter diesen Bedingungen aufgegeben hat.
Der schriftliche Teil der Prüfung wurde gemeinsam an einem Samstagvormittag an der Schule abgeleistet; die mündlichen Prüfungen fanden an einem sonnigen Freitagnachmittag in Trier statt. Wie üblich waren alle Schüler*innen sehr aufgeregt vor der mündlichen Prüfung. Eltern und Geschwister, die zur Unterstützung mitgekommen waren, warteten gespannt vor den Türen, während die Schüler*innen im Innern der gastgebenden Schule ihre ersten längeren Gespräche mit französischen Muttersprachler*innen bestritten. Es ist vor allem das Bestehen dieses mündlichen Prüfungsteils, der das Selbstbewusstsein der Schüler*innen wachsen lässt – nicht nur in Bezug auf ihr sprachliches Können – da sie ihnen viel Mut abverlangt.
Einige Wochen später stand dann fest: alle haben bestanden!


DELF 01

Schüler*innen oben von links nach rechts : Frederike Potapow, Vanessa Akinchev, Nina Engler, Constanze Kosanke
Schüler*innen unten von links nach rechts: Finian Müller, Pauline Potapow, Artur Akinchev


   11.01.2022   Michaela Pöpelt, Philipp Schommer  Alina Haak