Herzlich willkommen, Alwin Mans!

In Neueinstellung, Personalien von Catrin Stecker


Unser neuer Hausmeister im Interview


Seit dem 15. Februar haben wir einen neuen Hausmeister bei uns an der St. Matthias-Schule. Paul Theis ging nach über 20 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand (Der Lotse geht von Bord) und übergab an Herrn Alwin Mans. Dieser stellte sich bereits Ende Februar in einer Gesamtkonferenz dem Schülersprecher- und Elternsprecherteam sowie dem Gesamtkollegium per Videoschaltung vor. Nun läuft der Teilpräsenzunterricht im zweiten Lockdown auf zerbrechlichen Füßen und kaum einer der Schüler*innen hatte bislang Zeit, den „Neuen“ schon näher kennenzulernen. Darum stellen wir Herrn Mans heute vor und hoffen, dass er auf unsere neugierigen Fragen Antwort gibt.

Lieber Alwin Mans, wir freuen uns total, dass Du für uns etwas Zeit gefunden hast für ein erstes Interview. Durch den Lockdown konnten Dich noch nicht alle Schüler*innen und Kolleg*innen richtig kennenlernen, das möchten wir hier nachholen.
Erst einmal: Wie geht es Dir heute?
Alwin Mans (lacht): Ich habe keinen Grund zur Klage.

Wie möchtest Du gerne von den SuS angesprochen werden?
Alwin Mans: Das lasse ich soweit offen, weil ich denke, dass ihr Umgang mit meinem Vorgänger Paul ja sehr gut war und von mir aus könnt Ihr gerne „Alwin“ zu mir sagen. Wenn die Kommunikation untereinander funktioniert, ist das „Du“ immer schön.

Unsere Schüler*innen interessiert natürlich brennend, mit wem sie es zu tun haben.
Stellst Du Dich bitte kurz vor?
Alwin Mans: Mein Name ist Alwin Mans, mein Alter ist genau zwei Mal die Hälfte. Ich bin in Köln geboren, meine Wurzeln sind jedoch hier in der Eifel, meine Eltern stammen beide von hier. Daher bin ich irgendwann zurück in meine Wahlheimat gezogen, weil ich früher in meiner Jugend hier viel und eine sehr schöne Zeit verbracht habe. Mir gefiel es auf dem Land besser als in der Stadt. Diesen Schritt, wieder zurückzukommen, habe ich nie bereut.

Wie lange arbeitest Du denn schon als Hausmeister?
Alwin Mans: Seit 2000, Ich war, bis ich zu Euch kam, im Dorint Hotel in Biersdorf. Seit 2011 war ich dort technischer Leiter.

Wie genau kamst Du zu uns? Gab es da eine Ausschreibung oder wusstest Du, dass Paul (Theis) in den Ruhestand geht?
Alwin Mans: Ich kannte Paul tatsächlich flüchtig. Ein Jahr vor seinem Renteneintritt sind wir uns zufällig in Biersdorf auf dem Parkplatz begegnet. Aber ein Jahr ist lang, ich hatte das dann irgendwie ausgeblendet. Aber jetzt – durch den Lockdown – sitzt man dann irgendwann an einem grauen Sonntagnachmittag auf der Couch und stolpert im Internet über die Stellenanzeige. Die Gastronomie ist vom Lockdown besonders hart getroffen, schon der erste Lockdown im März war gruselig. Der Sommer blühte ein bisschen auf und dann kam im November direkt der nächste Lockdown, verbunden mit Kurzarbeit und all diesen Dingen, die einen dann sehr zum Nachdenken anregen darüber, wie es weitergehen kann. Und da las ich die Stellenanzeige. Es ist mir nicht ganz leichtgefallen, nach über 20 Jahren dem Objekt Dorint Hotel den Rücken zu kehren, denn ich hatte mir in Biersdorf schon so einiges an Struktur aufgebaut, das lässt man dann alles hinter sich samt den lieben Kolleg*innen. Das fiel mir nicht leicht.

Hast Du Dich bisher gut zurecht gefunden an unserer Schule?
Alwin Mans: Ja, ich wurde sehr offen empfangen hier. Ich finde, dass der Umgang hier untereinander sehr herzlich ist. Ich fühle mich wohl.

Was gefällt Dir nach der kurzen Zeit besonders hier an Deiner neuen Wirkungsstätte, was weniger?
Alwin Mans: Das ist schwierig zu sagen, denn ich habe ja schon so Einiges erlebt in meinem Berufsleben und mich kann so schnell nichts schocken; negativ fällt mir bisher nichts auf. Positiv kann ich noch einmal sagen, dass ich nicht erwartet hatte, hier so locker und nett aufgenommen worden zu sein.

Was macht Deinem ersten Eindruck nach die St. Matthias-Schule aus?
Alwin Mans: Der Umgang untereinander ist sehr gepflegt und anständig und trotz der Größe der Schule sehr familiär.

Was genau sind Deine Aufgaben bei uns an der Mätthi? Du hattest ja vermutlich eine Stellenausschreibung, die so dick wie ein Buch ist?
Alwin Mans (schmunzelt): An der Stellenausschreibung wird noch gearbeitet, es gab eine uralte, die jetzt erneuert wird. Ich sage es mal so, als Hausmeister bin ich „das Mädchen für alles mit stetig wachsendem Aufgabengebiet“.

Wer sind für Dich die wichtigsten Menschen an der Schule?
Alwin Mans: Mein Hauptansprechpartner ist für mich natürlich der Schulleiter Herr Schmitt, weiter ist es Sascha Kohn, der Hausmeister der Bischöflichen Grundschule, einfach aus dem Grund, weil wir eng zusammenarbeiten und dann natürlich die beiden Damen im Sekretariat Frau Riemann und Frau Mertes. Das Lehrerkollegium konnte ich bedingt durch die kurze Zeit und den Teilpräsenzunterricht noch nicht annähernd kennenlernen, das kommt dann aber bestimmt mit der Zeit. Das Ganze wird auch nicht einfacher dadurch, dass man derzeit nur die Hälfte der Gesichter sieht.

Du bist erst seit Mitte Februar Hausmeister an unserer Schule, ist das richtig? Gibt es seit dieser Zeit schon etwas echt Lustiges oder Verrücktes, das Dir bis jetzt hier passiert ist?
Alwin Mans: Da sind viele neue Eindrücke, jedoch nichts Weltbewegendes, was ja auch gut ist, also keine Katastrophen!

Reicht Deine Arbeitszeit überhaupt aus, um allen kleinen und großen Problemen an der Schule gerecht werden zu können?
Alwin Mans: Ich bin ein sehr strukturierter Mensch und habe ganz klar meine Ziele und Vorstellungen. Es gibt viel zu tun, packen wir es an! Da sind viele Backoffice-Aufgaben, dazu kommt der tägliche Betrieb. In dem Sinne ist jeder Tag zu kurz.

Wie arbeitest Du? Spontan oder mit genauem Zeitraster? Wie reagierst Du, wenn ein verzweifelter Lehrer mit kaputtem Overhead-Projektor vor Dir steht?
Alwin Mans: Für den kaputten OHP habe ich immer Ersatz, die explodieren ja nicht alle gleichzeitig. Spontan arbeite ich nicht. Direkt nach der Unterzeichnung meines Arbeitsvertrags habe ich mir zuhause einen Plan gemacht, der sich an die Infrastruktur des Schulgebäudes anlehnt. Das beginnt mit dem Hochspannungstransformator, geht dann weiter mit dem Elektrobereich, der Heizung, dem Sanitär und Wasser… Ich plane gerne.

Hausmeister der Bischöflichen Grundschule unseres Schulzentrums Sankt Matthias ist Sascha Kohn. Kanntet Ihr Euch schon vorher? Man sieht Euch oft zusammen, wenn Ihr in der Schule unterwegs seid, zum Beispiel mit Handwerkern. Heißt das, dass Ihr viel als Team arbeitet?
Alwin Mans: Nein, wir kannten uns tatsächlich vorher noch nicht. Zum ersten Mal begegnet sind wir uns zufällig, als ich einen Termin mit Herrn Schmitt hatte. Das war auf dem Schulhof, da sahen wir uns, schauten uns an und wussten gleich, dass wir wohl das gleiche Tätigkeitsfeld haben. Wir sind uns da quasi über die Füße gelaufen.

Wie verbringst Du Deine Freizeit am liebsten?
Alwin Mans: Wir haben zwei kleine Hunde, einen Yorkie und einen Pomeranian-Mischling, mit denen gehen wir gerne raus und das, obwohl ich an manchen Tagen, wenn ich hier aus der Schule komme, bereits 15 Kilometer zurückgelegt habe.

Welche Orte in Bitburg und Umgebung gefallen Dir besonders gut?
Alwin Mans: In meinem Wald gefällt es mir am allerbesten, ich bewirtschafte den und mache dort Holz. Das ist natürlich mit viel Arbeit verbunden, hilft mir aber gut, den Kopf frei zu bekommen. In der Nähe meines Wohnorts gibt es einen schönen Rundweg mit super Weitblick. Dort kann ich gut abschalten.

Unser „alter“ Hausmeister Paul ist viel herumgekommen in der Welt, reist Du auch gerne?
Alwin Mans: Ich bin noch nicht so weit herumgekommen in der Welt wie Paul, aber in dem ein oder anderen Örtchen war ich schon. Das mag jetzt bieder klingen, aber wir fahren seit 19 Jahren an immer den gleichen Ort zum Urlaub machen. Dort kann ich 1.000km entfernt von zu Hause die Seele baumeln lassen.

Hast Du ein Lebensmotto?
Alwin Mans: Da habe ich gleich zwei, „Ich will, ich kann und ich werde“ und „Niemals zurück“.

Welche drei Dinge sind Dir aktuell am wichtigsten in Deinem Leben?
Alwin Mans: Gesundheit, die liebe Familie und Zufriedenheit

Auch einige Schüler*innen der fünften Klassen stellten ihre Fragen:
Haben Sie bereits alle Türen an der Mätthi mal aufgeschlossen, um zu sehen, welcher Raum sich dahinter befindet?
Alwin Mans: Das habe ich tatsächlich, denn bei der Schlüsselübergabe erhielt ich ein Schlüsselbund mit 43 Schlüsseln und musste erst einmal ausprobieren, welcher Schlüssel wohin gehört. Wir bekommen auch bald eine neue Schließanlage für das Gebäude, was erforderlich machte, jede Tür zu erfassen.

Hat die Mätthi eigentlich einen Karzer?
Alwin Mans: Nein, den hat die Mätthi nicht, dafür ist die Schule wohl noch zu jung, vielleicht gab es zu ihrer Anfangszeit noch eher so etwas wie eine „stille Treppe“ oder eine „stille Bank“, wo „Missetäter“ ihre Strafe abzusitzen hatten.

Sind Sie verheiratet und haben Sie Kinder, wenn ja, wie viele?
Alwin Mans: Ja, ich bin verheiratet und habe zwei Söhne, die jetzt 21 und 23 Jahre alt sind. Beide sind hier zur Schule gegangen.

Wo wohnen Sie denn?
Alwin Mans: Wir wohnen im schönen Trimport.

Fußball oder Formel 1?
Alwin Mans: Wenn ich da entweder oder wählen muss, sage ich ganz klar Formel 1!

Was war der größte Mist, den Sie selbst als Kind oder Jugendlicher gebaut haben?
Alwin Mans: Oje, da könnte die Liste lang sein, denn ich war schon immer zu Schandtaten und Streichen bereit, wobei nie die Schule der Austragungsort war.

Welches ist Ihre Lieblingsmusik?
Alwin Mans: Ich höre absolut querbeet und bin nicht festgelegt auf eine Richtung.

Was darf in Ihrem Kühlschrank niemals fehlen?
Alwin Mans: Joghurt und Käse

Haben Sie einen Spitznamen?
Alwin Mans: Ich habe keinen, es ging bis jetzt auch ohne…

Was machen Sie neben Ihrem Beruf als Hausmeister
Alwin Mans: Ich verbringe meine Zeit daheim gerne mit Tüfteln und Schrauben.

Was würden Sie machen, wenn Sie eine Millionen gewinnen würden?
Alwin Mans: Ich würde definitiv einen großen Teil zur Seite legen und nichts verprassen.

Wenn Sie ein Lehrer wären, welche Fächer würden Sie unterrichten?
Alwin Mans: Ich denke, das wären dann Fächer wie Physik, Mathe und TuN.

Vielen Dank, lieber Alwin Mans, dass Du Deine Zeit für unsere Fragen geopfert hast. Wir hoffen, dass es Dir bei uns gefällt und dass Du viel bewegt bekommst.


Unsere Hausmeister Alwin Mans und Sascha KohnHerzlich willkommen, Alwin Mans!

   08.04.2021    Catrin Stecker    Catrin Stecker