Die Hauskirmes an der St.-Matthias-Schule ist ein Termin, der seit Jahrzehnten fest im Kalender steht. Doch in diesem Jahr war vieles anders, und das ganz bewusst. Das 50-jährige Schuljubiläum hat diesem besonderen Tag einen neuen Rahmen gegeben, der schon vor dem eigentlichen Beginn des Festes während der Projektwoche spürbar war.
Den Auftakt machte um 12:30 Uhr die Klasseneinteilung der neuen Fünftklässler*innen draußen auf dem Schulgelände. Ein symbolischer Moment: Während das Jubiläum auf 50 Jahre Schulgeschichte zurückblickte, begann hier ganz konkret ein neues Kapitel für die jüngsten Mitglieder der Mätthi-Schulgemeinschaft.
Um 14:00 Uhr folgte der Festgottesdienst, der das Jubiläumsmotto „Prüft alles und behaltet das Gute" ins Zentrum stellte. Ein Satz aus dem ersten Thessalonicherbrief und zugleich eine Einladung zur Reflexion: Was hat diese Schule in fünf Jahrzehnten geprägt? Was trägt sie in die Zukunft? Im Rahmen des Gottesdienstes wurde außerdem ein besonderer Gedenkstein enthüllt. Die Tradition, unter dem Vordach einen Stein zu setzen, haben die Abiturjahrgänge der Mätthi begründet – jeder Jahrgang hinterlässt so seinen bleibenden Platz in der Geschichte der Schule. Zum 50. Jubiläum wurde diese Reihe nun um einen ganz besonderen Stein ergänzt, den Monsignore Becker vom Pastoralen Raum Bitburg feierlich enthüllte.
Für das Herzstück des Nachmittags öffneten sich um 15.00 Uhr die Türen: die Projektausstellung. In Klassenzimmern und auf dem gesamten Schulgelände präsentierten Schüler*innen die Ergebnisse ihrer Projektwoche mit einem Programm, das die ganze Bandbreite der Mätthi-Gemeinschaft zeigte. Auf dem Rasen kickten die Mädchen beim Fußballprojekt, in der Sporthalle begeisterte das Projekt Vertikaltuch, und auf dem Beachvolleyballfeld lieferten sich wagemutige Teilnehmer*innen spektakuläre Gladiatorenkämpfe. Auf der Bühne folgten Auftritt auf Auftritt: die Tanz-AG glänzte gleich zweimal, der GK Sport der MSS 11 zeigte sein Können, und beim Projekt „Musik mit Alltagsgegenständen" wurde kurzerhand das ganze Schulgelände zur Bühne. Showtanz, Linedance und Akrobatik auf dem Rasen rundeten das Bühnenprogramm ab, bevor die Siegerehrung des Melk-Wettbewerbs – bei dem sich zuvor mutige Teilnehmer*innen an einer Melkmaschine beweisen durften und dabei für reichlich Heiterkeit gesorgt hatten – den offiziellen Nachmittag beschloss.
Parallel dazu lud eine beeindruckende Vielfalt an Projekten zum Stöbern, Staunen und Mitmachen ein: Wer wollte, konnte selbstgemachte Pralinen kosten, einen Escape-Room durchqueren, Naturkosmetik herstellen, Roboter programmieren oder in die Römische Welt eintauchen, um nur einige der über zwanzig Projekte zu nennen. Auch das Instagram-Projekt der Mätthi war dabei das die Projektwoche in Echtzeit dokumentiert hatte. Wer die Berichte und Eindrücke der einzelnen Projekte noch einmal nachlesen möchte, findet sie auf Instagram (www.instagram.com/maetthi.projektwoche/) oder unter st-matthias.de/schulleben/projektwocheberichte2026.
Mit dem Ende des Projektnachmittags um 18 Uhr war die Hauskirmes an der Mätthi aber noch lange nicht beendet. Für viele ging er danach erst richtig los. Für den Abend sind ehemalige Schüler*innen, Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen, Nachbar*innen und Freunde der Schule eingeladen worden, an den Ort zurückzukehren, der sie seit inzwischen fünf Jahrzehnten miteinander verbindet.
Die Unplugged Gang lieferte mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire mit Musik aus den 60ern bis heute aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen sowie ihrer lockeren und nahbaren Art einen stimmungsvollen Start in den Abend. Mit der Band Corona wurde es anschließend rockig auf dem Schulhof: ihre Songs und spürbare Bühnenenergie brachten den Schulhof in Bewegung und lockten zahlreiche Besucher*innen auf die Tanzfläche. Doch auch mit dem Ende des Open-Air-Teils um 22 Uhr war noch lange nicht Schluss. In der Aula wurde der Tag mit einer großen Party beschlossen, bei der bis in die Nacht zur Musik von DJ Eppes getanzt, gelacht und gefeiert wurde.
Am gesamten Abend konnte man die besondere Atmosphäre dieses Jubiläums fühlen. Über Tausend Ehemalige und Gäste kamen bei Essen, Cocktails, Wein und anderen Kaltgetränken ins Gespräch und trafen Menschen, die sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatten. Unter ihnen waren auch ehemalige Schüler*innen des ersten Abschlussjahrgangs, die die Schule vor genau 50 Jahren verlassen haben. Diese Momente der Begegnung und des Miteinanders werden vielen lange in Erinnerung bleiben. Die Begeisterung unter den Besucher*innen war deutlich spürbar. „Wahnsinn, was hier auf die Beine gestellt wurde" oder „Der Abend hat gezeigt, wie stark die Bindung vieler Ehemaliger zur Mätthi bis heute ist" waren nur zwei von vielen positiven Rückmeldungen des Abends.
Ein Abend wie dieser ist nur durch den Einsatz vieler engagierter Menschen möglich. Ein herzlicher Dank gilt allen Helfer*innen, Sponsor*innen, Künstler*innen, den Planungsteams von Schule und Alumni-Club sowie allen Besucher*innen. Danke, dass sie mit ihrem Einsatz dieses Wochenende zu etwas ganz Besonderem gemacht habt – alle freuen sich jetzt schon auf ein Wiedersehen!"
Nach dem gelungenen Jubiläumsabend richtet sich der Blick bereits auf die nächste Ehemaligenfeier im Herbst 2027, die der Alumni-Club traditionell zu dieser Jahreszeit veranstaltet. Wer alte Kontakte wiederfinden oder neue Verbindungen knüpfen möchte, ist zudem herzlich eingeladen, sich in die Ehemaligenliste einzutragen (https://forms.gle/zbj58uWj1dr5W6vy9) und damit beizutragen, alte Klassen wieder zusammenzubringen.
Weitere Fotos des Abends finden Sie unter https://forms.gle/zbj58uWj1dr5W6vy9.













